Die Geschichte des Dessauers Tierpark

Der 11 Hektar große landschaftsgeschützte Tierpark wurde 1958 im Park eines Mausoleums aus dem 19. Jahrhundert angelegt und ist Dessauers größtes sowie beliebtestes Naherholungszentrum, dessen Fauna und Flora jährlich von mehr als 100.000 Gästen besucht und bewundert wird.

500 Tiere etwa von 120 verschiedener Arten leben inmitten seltener Bäume und Sträucher.

Das herzogliche Mausoleum und über 1.000 Bäume, davon ca. 125 beschriftete Gehölzarten bestimmen das Profil des Parks.


Im Dessauer Tierpark befinden sich mehrere historische Kulturdenkmale des ehemaligen Mausoleumsparks, angeführt vom monumentalen Kuppelbau des Herzoglichen Mausoleums, dem historischen Wachhaus und Wasserturm, sowie dem repräsentativen Pylontor (Parktor) am Eingang.


Nach dem 2020 veröffentlichten Entwicklungskonzept liegt der Schwerpunkt auf der Haltung von Tieren Südamerikas, Australiens und Sibiriens sowie alten und bedrohten Haustierrassen. Ein zoologischer Schwerpunkt ist die Haltung von Kleinraubtieren wie Manul, Buntmarder, Salzkatze, Rohrkatze, Amurkatze und Luchs.


Es gibt mehrere begehbare Anlagen im Park: Billabong für australische Sittiche, die Mandschurei für Mandschurenkraniche und die Dünenlandschaft-Wattanlage Nordstrand, welche u. a. Säbelschnäblern und Stelzenläufern ein Zuhause bietet. Für die artgerechte Tierhaltung wurde der Dünenlandschaft-Wattanlage 2009 der BdZ-Biber verliehen.

Das Flugzeug-Café

Im Dessauer Tierpark gab es ein beliebtes Flugzeug-Café aus einer ausgemusterten Iljuschin IL-14 der DDR-Fluggesellschaft Interflug, das am 29. Dezember 1971 eröffnet wurde.

Die Attraktion mit 25 Sitzplätzen bot Kaffee, Kuchen, Tee und Bockwurst an und Kinder konnten an den Propellern drehen.

Die Maschine wurde im Jahr 1988  abgebaut sowie verschrottet und gilt bis heute für viele Dessauer als Kindheitserinnerung und Highlight früherer Tierparkbesuche.

Dessauer Mausoleum

Das Mausoleum in Dessau-Ziebigk ist ein monumentaler Kuppelbau, der von 1894 bis 1898 im Auftrag von Herzog Friedrich I. von Anhalt nach Plänen des Architekten Franz Heinrich Schwechten erbaut wurde. Es diente als neue Grablege des Hauses Anhalt, da die alte Gruft in der Schlosskirche überfüllt war.

Der Grundriss bildet ein griechisches Kreuz; die darunterliegende Gruft ist im Stil der Romanik gehalten.

Die Höhe des imposanten Bauwerks beträgt etwa 43 Meter bei einer Grundfläche von rund 38 mal 46 Metern.

Der Wasserturm

Im Dessauer Tierpark steht ein historischer Wasserturm, der in den Jahren 1893 und 1894 erbaut wurde. Er diente einst der Wasserversorgung für den umliegenden Mausoleumspark (auf dessen Gelände sich heute der Tierpark Dessau befindet) sowie für das nahegelegene Georgium.

Das Wachhaus

Im Dessauer Tierpark steht ein Historisches Nebengebäude im Eingangsbereich des ehemaligen Mausoleumspark es befindet sich noch im Dornröschen Schlaf..

Das Pylontor (Eingang)

Das repräsentative Pylontor (auch Park- oder Tierparktor genannt) im Dessauer Ortsteil Ziebigk markiert den historischen Übergang vom Park des Georgiums und dem  Tierpark Dessau sowie zu den Anlagen des späterehrwürdigen herzoglichen Mausoleums.

Das Tor korrespondiert mit den ägyptisierenden Gestaltungselementen (wie den Pylonen) des von Franz Heinrich Schwechten entworfenen Mausoleums Dessau und wurde erbaut von 1894 bis 1898.